Arschloch-Selbsterkenntnis (mit Leseprobe)

Warum fällt es mir soviel leichter das Arschloch zu schreiben, als die Netten und die Guten? Eine Woche verbrachte ich in Gesellschaft des braven Dorfmädchens, überarbeitete ihre Worte, richtete ihre Motivation neu aus. Es war harte Arbeit.

Heute nahm ich mir Damian vor und, bang, die Chemie stimmte gleich zwischen uns. Wie kommt es, dass sich mir seine Perspektive sofort erschloss? Was sagt das über mich?

Und, viel wichtiger, will ich es wirklich wissen?

Schreiben ist ein Prozess der Selbsterkenntnis, nicht alles was man dabei findet gefällt einem, oder besser: es sollte einem nicht gefallen. Doch vergessen wir den Maßstab von Gut und Böse, den unser Disney-Moralsystem uns implementiert, dringen wir durch die Fassade des braven Scheins und schauen uns an, was dahinter liegt.

Wer soweit gekommen ist, der wundert sich nicht mehr, wenn er dort ein Arschloch findet, denn er weiß auch, dass, was als Arschloch bezeichnet wird, vielleicht nur jemand ist, der sein Leben lebt.

Und deshalb, weil es an dieser Stelle so gut passt, eine weitere Leseprobe.

Viel Spaß mit Damian.

Leseprobe.Katerfrühstück

(Die Szene ist gerade heute neu entstanden und ersetzt die frühere Einführung von Damian, dem Antagonisten der Geschichte. Ob sie nachher genauso stehen bliebt? Wer weiß.)

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